Zahlungserinnerung

ZahlungserinnerungRechnungen sind mit einem Zahlungsziel versehen. Nun kommt es aber mitunter vor, dass der Kunde am Ende dieses Zeitraumes immer noch nicht bezahlt hat und in Zahlungsverzug gerät. Für den Unternehmer der die Rechnung ausgestellt hat, der also in einer Geschäftsbeziehung zu dem Kunden steht, keine einfache Situation. Immerhin muss dies nicht absichtlich passiert sein. Hat der Kunde die Rechnung etwa gar nicht bekommen? Oder hat er den Betrag auf ein falsches Konto überwiesen? Ist er krank geworden? Solche und ähnliche Fragen sind der Grund dafür, dass ein Kunde schonend auf die ausstehende Forderung hingewiesen wird. Daher schickt man vor eine Mahnung erst einmal eine Zahlungserinnerung.

Zahlungserinnerung herunterladen

Auf der folgenden Seite kann unsere Zahlungserinnerung kostenlos heruntergeladen werden. Sie steht in verschiedenen Dateiformaten zur Verfügung und kann frei verwendet werden. Es ist keine Anmeldung an einem Newsletter oder sonstiges notwendig. Keine Umwege, keine Hürden, ganz normale Dateidownloads. Wir prüfen alle Dokumente sehr Gewissenhaft und hoffen, dass die Muster ihnen dabei helfen schnell ihre offenen Forderungen bezahlt zu bekommen. Hier geht es zum Download:


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Zahlungserinnerung, welche Form?

Zahlungserinnerungen können mehr oder weniger formlos verfasst sein. Die Formulierung sollte zum Ausdruck bringen, dass der Kunde vielleicht versehentlich die Bezahlung übersehen hat. Zudem darf der Zusatz, dass das vorliegen Schreiben gegenstandslos ist, sollte die Zahlung zwischenzeitlich veranlasst worden sein, nicht fehlen. Die meisten Firmen vermeiden es sogar, in dieser ersten Zahlungserinnerung eine Frist zu setzen.

Rechtliche Aspekte?

Juristisch gesehen hat eine Zahlungserinnerung noch keinen verbindlichen Charakter. Sie stellt allenfalls eine Bitte dar, den offenen Rechnungsbetrag nun zu begleichen. Nach der Zahlungserinnerung wartet der Unternehmer normalerweise zwei Wochen auf den Zahlungseingang. Erfolgt dieser weiterhin nicht, wird er sich gezwungen sehen, weitere Maßnahmen zu ergreifen. Aus seiner Sicht ist der umworbene Kunde nun zum Schuldner geworden. Wenn dies nicht bereits durch die Rechnung geschehen ist (durch Angabe eines expliziten Datums), muss er nun direkt in Verzug gesetzt werden. Die Zahlungserinnerung ist nur ein “Kundenservice” und hat rechtliche in dieser Hinsicht keine besondere Bedeutung. Deshalb wird anschließend, sollte weiterhin keine Zahlung erfolgen, die erste Mahnung versendet.

Und wenn keine Zahlung erfolgt?

Versäumt der Schuldner auch diese Frist, wird er vom Unternehmer noch eine zweite, etwas härter verfasste Mahnung erhalten, und wenn diese nicht fruchtet, schließlich noch eine letzte (außergerichtliche) Mahnung. Für den Gläubiger besteht jetzt immer noch eine gewisse Unsicherheit, denn bei einer gerichtlichen Beitreibung des Betrags darf die Rechtmäßigkeit der Forderung nicht strittig sein. Hat der Schuldner aber die Forderung bereits anerkannt, besteht darin kein Zweifel mehr. Diese Anerkennung kann er auch schon geleistet haben, nachdem er die Zahlungserinnerung bekommen hat, beispielsweise wenn er darauf antwortet, dass er derzeit etwas knapp bei Kasse ist, die Zahlung aber nachholen will.

Andererseits muss der Gläubiger jetzt, will er seine Forderung noch erhalten, den gerichtlichen Weg beschreiten oder die Eintreibung einem Inkasso-Institut übergeben, das zunächst auch nochmals versuchen wird, den Betrag auf außergerichtlichem Weg beizutreiben. Schließlich aber bleibt nur der Weg über den gerichtlichen Mahnbescheid. Spätestens jetzt muss der Schuldner, wenn die Forderung tatsächlich unberechtigt sein sollte, reagieren. Denn ansonsten wird im nächsten Schritt der Vollstreckungsbescheid beantragt, mit dem der Gerichtsvollzieher dann vorstellig werden kann.

Fazit

Zahlungserinnerungen stellen zwar noch keinen Beinbruch im Leben eines Teilnehmers am Wirtschaftsleben dar, sie sollten aber auch nicht achtlos beiseite geschoben werden, denn sie sind nur der Anfang eines Prozesses, der letztendlich sehr teuer werden kann.